Anlass und Inhalte

Das Mobilitätskonzept Ibbenbüren 2035+

Ibbenbüren – wachsende Stadt mit alten und neuen Herausforderungen

Die Stadt Ibbenbüren stellt sich in Sachen Mobilität neu auf und erarbeitet aktuell ein neues Mobilitätskonzept. Dieses soll Lösungsansätze auf aktuelle und zukünftige Problemstellungen innerhalb der Stadt – insbesondere Kohlekonversion, zunehmende Verkehrsbelastungen und demographischer Wandel – liefern, aber auch über die Stadtgrenzen hinausgehende Herausforderungen – wie Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung und Pendlerverkehre – behandeln.

Zu diesem Zweck wurde die Planersocietät, ein Verkehrsplanungsbüro mit Hauptsitz in Dortmund, beauftragt ein Mobilitätskonzept mit der Stadtgesellschaft Ibbenbürens zu erarbeiten. Dieses soll eine Mobilitätsstrategie für die nächsten 15 bis 20 Jahre darstellen sowie sinnvolle Maßnahmen und Handlungsfelder für die Stadt Ibbenbüren aufzeigen.

Integrierte Herangehensweise des Mobilitätskonzepts 2035+

Die Organisation der privaten und öffentlichen Mobilität muss dabei einer Vielzahl an Aufgaben gerecht werden, denn Mobilität ist vielschichtig und komplex. Das Mobilitätsgeschehen spielt sich nicht nur auf den Straßen ab, sondern auch auf Gehwegen, Radwegen, landwirtschaftlichen Wegen, Schienenstrecken oder auf den Plätzen der Stadt sowie über die Stadtgrenzen hinaus (Pendlerverkehre). Mobilität bedeutet auch die Betrachtung aller Bevölkerungs- und Altersgruppen. Daher gehören zur Mobilität auch die Barrierefreiheit, die Qualitäten des öffentlichen Raumes, die Verkehrssicherheit oder die Möglichkeit, je nach Bedürfnis unterschiedliche Verkehrsmittel nutzen zu können. Neuere Mobilitätsformen wie Carsharing oder Elektromobilität und die Vernetzung der Verkehrsmittel sind aktuelle Themen, die Eingang in die Planungsstrategien finden müssen.

Gleichzeitig sind auch die negativen Effekte heutiger Mobilität in Ibbenbüren zu betrachten. Dazu gehören zum Beispiel Lärm und Luftschadstoffe und der notwendige Bedarf an Klimaschutz.

Neue Herausforderungen brauchen innovative Lösungswege

Die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der aktuellen und zukünftigen Mobilität erfordern ein zukunftsfähiges und integriertes Mobilitätskonzept. Dieses soll insbesondere einer bedarfsgerechten, bezahlbaren und nachhaltigen Infrastrukturentwicklung und Mobilitätsversorgung dienen, um die Mobilität sowohl auf die bereits heute bestehenden Herausforderungen als auch die der kommenden Jahre auszurichten. Es soll der Rahmen für die zukünftige Mobilitätsentwicklung und -planung gesetzt und der Weg aufgezeigt werden, um die notwendigen Veränderungen in Ibbenbüren einzuleiten.

Während der Analysephase wurden die folgenden Themenfelder definiert, die im Verlauf des Projektes weiter konkretisiert und ausgearbeitet werden:

  • Fußverkehr, Barrierefreiheit & Straßenraumgestaltung,
  • Radverkehr,
  • fließender & ruhender Kfz-Verkehr,
  • Mobilitätsmanagement & Öffentlichkeitsarbeit.

Anschließend werden die größten Stärken und Schwächen je Themenfeld in Ibbenbüren aufgezeigt und vorrangige Handlungserfordernisse bestimmt. Im weiteren Projektverlauf werden diese Erkenntnisse - in Zusammenhang mit den zuvor noch festzulegenden Zielen - die Grundlage der Maßnahmenentwicklung bilden.

Gemeinsam zum Ziel

Die Beteiligung der Öffentlichkeit hat einen hohen Stellenwert im Prozess. Die gesamte Entwicklung des Konzepts erfolgt unter Beteiligung von Verwaltung, Politik, von Institutionen und Verbänden und der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind die eigentlichen Experten vor Ort, denn Sie sind täglich in Ibbenbüren unterwegs.